Amica "Frida" von der Kunstadter Höhe

Wir hatten uns ja recht schnell für die kleine Frida als Zweithündin entschieden. Und wenn man sich nun sagt, "Nichts geschieht zufällig", dann ist auch klar, warum dies so sein sollte. ;-)
Frida ist ein kleiner Wirbelwind. Sie ist neugierig, verfressen, mutig, aufgeschlossen allen Zwei- und Vierbeinern gegenüber und muss überall ihre Nase reinstecken. Ein ruhiger Hund hätte zu uns nämlich auch gar nicht gepasst! Allerdings hat uns die Welpenzeit von Frida schon manchmal ein wenig an unsere Grenzen gebracht...

Wenn sie nicht wusste, wohin mit ihrer scheinbar endlosen Energie (ich habe mir manchmal gedacht: Aha, auch bei Hunden gibt es ADHS...), hat sie sich gerne an der Einrichtung oder an Dingen, die wir unvorsichtigen Menschen nicht aus ihrer Reichweite gebracht hatten, abreagiert... Besonders Plastikschüsseln mussten dabei dran glauben. Aber seit der ersten Läufigkeit ist sie viel ruhiger geworden und es ging auch nichts mehr kaputt! ;-)

Im Gegensatz zu Selma mag Frida Wasser. Sie ist auch tatsächlich schon geschwommen, aber viel lieber mag sie es, durch bauchhohes Wasser zu waten und sich danach in Sand, Erde oder sonstigem Dreck zu panieren. Außerdem ist Frida ein richtig toller, unkomplizierter Camping-Hund! 😊 

Wenn Frida etwas haben möchte (meist Futter oder Aufmerksamkeit), dann setzt sie sich vor einen hin, versucht es zunächst mit Hypnose über ihre schönen dunklen Kulleraugen und fängt dann - sollte der typische Hundeblick nichts bringen - mit unangenehmem Gequietsche an. Besonders schmerzhaft wird es, wenn sie gleichzeitig mit ihren Vorderpfoten auf sich aufmerksam machen will und einem Arme oder Beine zerkratzt. Autsch!!! ;-) Aber ich gebe zu: Sehr oft kann man diesem Blick nicht widerstehen...

Frida kommt optisch überhaupt sehr nach ihrem Papa Djego. Er hat auch diese lieben Kulleraugen. Wenn man es nicht weiß, würde man nie annehmen, Frida und Selma seien überhaupt verwandt. Fridas Gesichtsform ist ganz anders als die ihrer Mama. Sie ist ein typischer "Grinsehund". Auch im Fell und der Statur ähnelt Frida vor allem ihrem Vater. Sie ist so schön rot, wie wir uns unseren zweiten Hund immer gewünscht hatten. 

In jedem Fall ist Frida ein absoluter Kampfschmuser. Sie fordert ihre Schmuseeinheiten auch regelmäßig ein. Auch das Kommando "Bauchi kraulen" mag sie und dreht sich dabei ganz schnell und genüsslich auf den Rücken. Mit ihrer Mama versteht sie sich hervorragend. Die beiden stecken permanent ihre Köpfe zusammen und selbst Selma, die eher nicht so der schmusige Typ war, ist durch ihre Mutterrolle und auch die hier anwesende Tochter deutlich offener und kuscheliger geworden. Uns geht immer wieder das Herz auf, wenn sich beide abschlecken oder nebeneinander auf dem Boden liegen. Für Selma und uns war der zweite Hund in jedem Fall ein großer Gewinn, auch wenn sich die Arbeit logischerweise verdoppelt hat!